Grünland als CO2-Speicher

Wer glaubt, dass man auf Weiden und Wiesen am besten Lebensmittel anbauen sollte, der irrt. Grünland ist nicht nur für die Biodiversität und Artenvielfalt extrem wichtig, sondern auch für den Klimaschutz, denn Grünland speichert enorme Mengen CO2 aus der Atmosphäre. Wie das möglich ist und wie viele Tonnen CO2 alleine ein Hektar Grünland pro Jahr einspeichern kann, seht ihr im Film.

„Green Deal“ – Gefahr für regionale Lebensmittel

Die Europäische Kommission hat im Rahmen des „Green Deal“ den Gesetzentwurf vorgeschlagen, dass bis 2030 der Einsatz von Pflanzenschutz – also Mittel zum Schutz von Pflanzen, die zu unserer Ernährungsgrundlage beitragen – um 50% reduziert werden soll. Damit man uns richtig versteht: Sinnvolle Reduktion von Pflanzenschutz liegt auch im Interesse von uns Landwirten. Das Problem bei dem Gesetzesvorschlag ist aber: Er gefährdet die Produktion regionaler Lebensmittel und kann in letzter Konsequenz auch zum Klimawandel beitragen. Ist es das, was wir wollen, oder sollte man über den Vorschlag nochmal nachdenken? Wir Landwirte stehen für einen Dialog bereit.

Biogas – Wir können beim Stromproblem helfen!

Aktuell ernährt ein Landwirt ca. 137 Menschen mit regionalen Lebensmitteln. Neben der Ernährungssicherheit leisten einige Landwirte auch ihren Teil zur Energiesicherheit. Neben Nahwärme wird mit Biogasanlagen auch Strom verkauft, wodurch sie mit über 28.000 Gigawattstunden (2021, Quelle: Statista) einen wichtigen Teil zur deutschen Stromversorgung leisten. Was an der Biogasanlage von unserem KuhTuber besonders ist: Sie funktioniert ausschließlich mit Resten und ist somit Ressourcenschonend, erklärt Gerd.

Können wir uns rein vegane Ernährung künftig leisten

In Deutschland haben wir den seltenen Luxus, frei zu entscheiden, wie man sich ernähren möchte. Knapp 10% der Deutschen ernähren sich vegetarisch – knapp 2% leben vegan und essen nur pflanzliche Produkte. Vor kurzem haben wir berichtet, dass jedes Kilogram pflanzliche Nahrung im Schnitt 4 kg nicht essbare Biomasse erzeugt – wir können also nur 20% der Pflanzen für die menschliche Ernährung nutzen. Mitte unseres Jahrhunderts, so wird prognostiziert, sollen 10 Mrd. Menschen auf unserem Planeten leben. Können wir es uns also leisten bei der Nahrungsmittelerzeugung 80% der Pflanze wegzuschmeißen? Wir denken nicht. Darum sind unsere Kühe so wichtig für unsere künftige Ernährungssicherheit, denn sie können die nicht essbare Biomasse über ihre Mägen verdauen und uns diese in Form von Milch und Fleisch zur Verfügung stellen. Brauchen wir die Kühe also für unsere Ernährungssicherheit?

Warum ich NICHT auf Bio umstelle

Immer wieder wird KuhTuber Amos gefragt, warum er seinen Betrieb nicht auf Bio umstellt. Seine Meinung: „Wenn man seinen Idealen folgt, ist das ganz schön – aber am Ende des Tages, müssen wir nun einmal Geld verdienen.“ Verdient man mit Bio also kein Geld, mit konventioneller Bewirtschaftung aber schon? Es ist, wie immer in der Landwirtschaft, nicht nur schwarz/weiß. Amos ordnet die Problematik ein und erklärt, warum er NICHT auf Bio umstellt.

Möglicher Skandal bei bei Abwässern – Gülle unschuldig!

Die Meldung im Spiegel, dass die Politik Grenzwertverschiebungen bei Abwässern in Erwägung zieht, damit Klärwerke wegen der Energiekrise belastete Abwässer in die Flüsse abgeben dürfen, lässt uns Landwirte aufhorchen. Seit Jahren halten wir uns an stark verschärfte Düngeverordnungen und schaffen es dennoch, die Grenzwerte einzuhalten. Da wirkt es schon seltsam, dass bei der Abwasserreinigung nun die Grenzwerte verschoben werden könnten, um das Abwasser weiterhin straffrei in die Flüsse einleiten zu dürfen – zumal die Flüsse aktuell nur sehr niedrige Pegelstände haben und die Konzentration daher umso höher ist. Um eins klarzustellen: Wir Landwirte wollen gar nicht, dass für uns Grenzwerte verschoben werden, sondern nur, dass nicht mit zweierlei Maß gemessen wird und ein seltsames Geschmäckle der Unfairness zurückbleibt. Was passiert ist und möglichweise passieren soll, fasst KuhTuber Amos zusammen.

Verschwenden vegane Lebensmittel Ressourcen

Laut einer Studie von Prof. Dr. Wilhelm Windisch können bei der Herstellung von veganen Lebensmitteln im Schnitt nur 20% der Pflanze für die menschliche Ernährung verwendet werden – im Umkehrschluss heißt das, dass 80% weggeschmissen werden müssten. Kaum zu glauben, dass es bei einem Lebensmittel, das wir garantiert täglich verwenden, sogar noch mehr ist. Welches das ist und wie die Herstellung von Milch- und Milchprodukten diese Ressourcenverschwendung eindämmen kann, verrät KuhTuber Amos.

Gerste wird regionales Kraftfutter

Unsere Milchbauern tun vieles, um ihren CO2-Fußabdruck immer weiter zu senken. Auch wenn wir im weltweiten Vergleich schon wirklich Spitze sind, so versuchen wir immer noch umweltfreundlicher Milch zu produzieren und verzichten dabei vielerorts bereits komplett auf Kraftfutter aus Übersee. So auch unsere KuhTuber Finn und Dirk, die nicht nur die Gerste selbst angebaut haben, sondern auch noch bei sich auf dem Hof mahlen lassen, um kein zusätzliches CO2 beim Transport zu imitieren. Ein tolles Beispiel für die Umwelt.