Landwirt werden

Was machen eigentlich die jungen Auszubildenden aktuell den ganzen Tag auf dem Betrieb von KuhTuber Sven? Wir haben die drei bei ihrem Alltag begleitet– und eins kann man ganz bestimmt sagen: Es gibt IMMER was zu tun! Wenn auch ihr Lust habt, euch über die beruflichen Möglichkeiten in der Landwirtschaft zu informieren, dann schaut unbedingt beim Ausbildungsportal talente-gesucht.de vorbei. Ein paar KuhTube-Betriebe sind auch dabei 🙂 Vielleicht steht ihr im nächsten Film auch vor der Kamera!

Es geht um mehr

Über die Frage seiner Tochter „Papa, warum tust du dir das eigentlich an?“ kommt KuhTuber Amos ins Nachdenken. Warum stehe ich eigentlich jeden morgen um 04 Uhr auf, warum habe ich keine geregelten Arbeitszeiten oder warum nehme ich ein enormes unternehmerisches Risiko auf mich?
Weil es um mehr geht. An jedem Hof hängt eine Familie und damit die Geschichte und die Emotionen der vergangenen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Es ist eine Verpflichtung und ein Versprechen an die Vorfahren, dass man mit der Hofübernahme abgibt. Mit zittriger Stimme erklärt Amos, dass sein Opa stolz auf ihn wäre, wenn er das hier sehen würde. Danach bricht die Stimme. Es geht um mehr. Die Aussage „Landwirtschaft ist Leidenschaft“ trifft hier den Nagel auf den Kopf.

Impfen – wichtig für Tier und Mensch

Rota- und Coronaviren sind bei Kälbern häufig für schwere Durchfallerkrankungen verantwortlich. Um das zu verhindern, kann es helfen die trächtigen Kühe zu impfen- durch die sogenannte Mutterschutzimpfung. Dabei bilden sich beim Muttertier Antikörper, die nach der Geburt über die Biestmilch – also das Kolostrum – an die Kälber weitergegeben werden und so für einen passiven Immunschutz sorgen. Das ist einer der Gründe, weshalb eine ausreichende Kolostrumversorgung für Kälber so wichtig ist und Impfungen hilfreich sein können. Amos erklärt in seinen Video, weshalb die Corona -Impfung beim Menschen ebenfalls wichtig für ihn und seinen Betrieb ist.

Wir leben für unsere Kühe

04:40 Uhr. Der Wecker klingelt. Alles ist noch still und verschlafen auf dem Hof während man nach draußen geht und das Licht einschaltet. Der erste Atemzug frischer Stallluft bringt das besondere Gefühl der Verantwortung für die Tiere und die Familie mit sich, als sich die Sonne langsam durch den Bodennebel über den Horizont wälzt. Momente und Gedanken, die unseren Milchbauern sehr vertraut vorkommen, wir Verbraucher aber wahrscheinlich nicht kennen. Darum sind wir sehr stolz auf unseren heutigen Gastbeitrag, der das Gefühl für die Kühe, die Leidenschaft, das Leben auf einem Familienbetrieb aber auch die Vielfältigkeit dieses Berufs zeigt. 3 Minuten, die es wert sind gesehen zu werden, um ein besseres Verständnis für die Landwirtschaft zu bekommen.

Steigende Ausgaben mindern letzte Erträge

„Wir sind nicht angetreten, um Millionäre zu werden“, so KuhTuber Amos in einem früheren Video, aber, um mit harter Arbeit zumindest die eigene Familie zu ernähren, ist dann doch der Anspruch. Nach zuletzt leicht gestiegenen Milchpreisen fressen die explosionsartig steigenden Ausgaben für Energie, Kraftfutter und Düngemittel die letzten Gewinne geradezu auf. Gleichzeitig darf das Wohl der Kühe nicht leiden, denn sie sind die Existenz der Milchbauern- und ihr höchstes Gut. Was sind also die Konsequenzen? Amos bringt es auf den Punkt.

Werden wir zur letzten Generation?

Unsere Höfe gibt es oftmals seit vielen Generationen. Teilweise seit vielen Hundert Jahren. Eigentlich ein Sinnbild für gelebte Nachhaltigkeit. Landwirt zu sein war früher ein angesehener Beruf- und heute? Es stimmt, dass wir in der Vergangenheit nicht alles richtig gemacht haben. Das wissen wir und arbeiten daran, vieles noch besser zu machen, als es bereits ist. Doch dieser Wandel und die Bemühungen werden oft nicht wahrgenommen- mit erheblichen Folgen für unseren Berufsstand- aber auch – denken wir konsequent weiter – für unsere Gesellschaft, denn essen müssen wir alle. KuhTuber Amos stellt fest, dass Kinder immer seltener sagen: „Ja, ich will auch Landwirt werden“. Steigende Auflagen, Bestimmungen und Gesetze sorgen dafür, dass das Höfesterben weiter voranschreitet. Auch Amos hat bisher keinen Hofnachfolger. Wann erkennen wir wieder, dass wir uns gegenseitig brauchen? Wir Landwirte wollen positive Veränderung, ihr auch?